Ohne GPS geht nichts auf dem Moor
GPS-Halsbänder sind auf dem Moor keine Spielerei, sondern Pflicht. Ein Gordon verschwindet innerhalb von 30 Sekunden im hohen Gras oder im Nebel. Ich habe beide Top-Modelle monatelang auf dem Pinnower Moor getestet. Der Garmin Alpha 300 hat mit 14 Kilometern Reichweite und dem Garmin-Ökosystem klar die Nase vorn — aber er kostet rund 600 Euro. Der Dogtra Pathfinder 2 ist mit etwa 400 Euro deutlich günstiger, einfacher zu bedienen und reicht für die meisten Moor-Touren völlig aus. Für den echten Jäger ist der Garmin die bessere Wahl. Für den ambitionierten Hobbyhalter reicht der Dogtra vollkommen. Ohne GPS geht man hier nicht ins Gelände.
Für den echten Jäger: Garmin. Für den ambitionierten Hobbyhalter: Dogtra reicht. Ohne GPS geht man hier nicht ins Gelände.
Was Dornen, Schlamm und Dreck aushält
Ein Gordon braucht richtiges Geschirr, das Dornen, Schlamm und Dreck aushält. Die Julius-K9 Powerharness ist robust und gut verstellbar, die Ruffwear Front Range etwas leichter und bequemer für den Alltag. Bei der Leine gilt: fünf Meter Schleppleine für freies Gelände, 1,5 Meter Kurzleine im Naturschutzgebiet. BioThane ist hier deutlich besser als Nylon — es saugt kein Wasser auf, trocknet sofort und lässt sich einfach abwischen. Wer einmal mit nasser, schwerer Leine durchs Moor gelaufen ist, kauft nie wieder etwas anderes.
BioThane statt Nylon. Wer einmal mit nasser, schwerer Leine durchs Moor gelaufen ist, kauft nie wieder etwas anderes.
Wichtiger als das Handy
Im Moor ist die Erste-Hilfe-Tasche wichtiger als das Handy. Zeckenzange, Verbandmaterial, Pfotenschutz-Wachs, Maulschlaufe und Kochsalzlösung müssen immer dabei sein. Ein Glassplitter oder Dorn im Ballen und der Hund lahmt kilometerweit. Ich habe schon erlebt, wie ein Gordon nach einem Schnitt in der Pfote fast nicht mehr laufen konnte. Ohne richtige Ausrüstung wird aus einem schönen Ausflug schnell ein teurer Tierarztbesuch.
Drei Gläser, eine Wahrheit
Für die Jagd auf dem Moor brauchst du gutes Glas. Die Zeiss Conquest HD 10x42 für rund 900 Euro ist ein solider Allrounder. Die Leica Noctivid für 2.400 Euro ist brillant, aber für die meisten übertrieben. Die Vortex Diamondback HD für 300 Euro ist günstig und erstaunlich gut — aber bei Dämmerung und Nebel lässt sie nach. Wer frühmorgens oder abends auf dem Moor unterwegs ist, merkt schnell, warum billige Ferngläser hier ihren Dienst verweigern.
Jacken, Pfotenschutz, Dornen
Im Herbst und Winter braucht ein Gordon Schutz vor Kälte und Dornen. Die Hurtta Expedition Parka hält wirklich dicht, die Ruffwear Overcoat ist leichter und schneller anzuziehen. Pfotenschützer sind nur bei Schnee oder sehr scharfem Gelände sinnvoll — sonst reicht gutes Pfotenwachs. Wer einmal einen Gordon mit blutigen Ballen aus dem Moor gezogen hat, kauft nie wieder zu wenig.
Nach dem Moor — Schadensbegrenzung
Nach dem Moor sieht der Kofferraum aus wie ein Schlachtfeld. Eine dicke Gummimatte mit hohen Rändern ist Pflicht. Die Transportbox ist für einen Gordon besser als ein Trenngitter — er bleibt ruhiger und fühlt sich sicherer. Danach brauchst du ein großes Mikrofaser-Handtuch und einen Müllsack für das nasse, dreckige Zeug. Ohne das alles fährst du mit einem nassen, schlammigen Hund nach Hause und fluchst den ganzen Weg.
Gummimatte mit hohen Rändern — wasserdicht, rutschfest.
Transportbox — Gordon bleibt ruhiger als hinter Trenngitter.
Mikrofaser-Handtuch — groß, saugfähig, schnell trocknend.
Müllsack — für nasses, schlammiges Zeug. Pflicht.